Deckname JENNY is in Town

Hallo an alle, die den Film und täglich grüßt das Murmeltier genauso sehr lieben wie ich. Wir schreiben den 4.Januar 2019 und

Am 22.Januar ist es wieder so weit

Im Lichtblick Kino Berlin um 20.00 Uhr

Deckname JENNY von Samira FANSA

Aus Kalifornien zurück und nun wieder da.

Freut euch mit mir erscheint zahlreich und allen denen ich noch kein neues Jahr gewünscht habe.

Happy New Year

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Schön wars

Ja, schön war die Vorweihnachtszeit.Nun ist jedes Türchen vom Adventskalender geöffnet, die Weihnachtsgans vertilgt und die Geschenke sind längst in Gebrauch oder werden auf e bay versteigert. Es ist der 31. Dezember und heute Abend wird um 12 das alte Jahr verabschiedet.

Leider musste ich mich noch in den letzten Tagen des Jahres einer Wurzelbehandlung unterziehen, deshalb fällt mein Jahresrückblick nicht ganz so euphorisch aus.

Aber was solls, besser als das neue Jahr mit Zahnschmerzen zu beginnen.

Durch die Wintersonnenwende hat man den Eindruck, da draußen hat jemand das Licht angeknippst, was für mich zu den angenehmsten Phänomenen des ausklingenden alten Jahres gehört.

Nun denn, schön wars. Ich möchte niemanden mit einem persönlichen Jahresrückblick nerven.

Ich schreibe nur, weil ich nicht möchte das mein Jahr mit der Erinnerung an eine blonde Frau, die sich mit unangenehm blitzenden Werkzeugen über mich beugt mit einer Spritze, die beim Einstich bis zur Nasenwurzel durchzusausen scheint und an die anschließende Betäubung, die mich in Quasimodo, den halbseitig gelähmten Glöckner von Notredam verwandelt und dann das unangenehme surren des Bohrers, der sich unaufhaltsam bis in meinen Wurzelkanal meines Backenzahns vorarbeitet, während über mir der Trickfilm Madagaskar flimmert, das das alles der letzte Eindruck des Jahres 2018 ist und somit auch bleibt.

Etwas in mir wehrt sich dagegen. Ich möchte mich schön fühlen, ich möchte in Feierlaune sein. Möchte dem Jahr 2019 entgegen lachend sagen (mit meinem schönsten Jahresendlächeln natürlich), endlich 2019, da bist du ja.

Nun gerade klingelte das Telefon. Es war die Zahnarztpraxis.

Ich darf vorbeikommen.

Frühstücken im P -Berg

Welcher gehörnte Satyr mich geritten hat weiß ich nicht mehr. Aber ich ging frühstücken im Prenzlauer Berg, meinem sogenannten Heimatbezirk.

Seit meiner Kindheit träumte ich vom Wohnen in Berlin. Es gelang mir nach einem Mauerfall, 3 Jahren Selbststudium „Wie überlebe ich in der BRD“in Duisburg, Reisen nach Italien und New York einen Studienplatz an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst“ Ernst Busch“ in Berlin zu ergattern.

Nun gehörte ich endlich dazu. Ich gehörte zu den wenigen, die es endlich geschafft hatten, die sich aus provinzieller Enge und unzumutbaren Städten in den Prenzlauer Berg gerettet hatten,der Intellektuellen -Hochburg der DDR Kulturszene.

Damals wusste ich noch nicht wohin ich wirklich geraten war, in einen anhaltenden Alptraum aus frühstückenden Menschen aus allen Teilen der Welt, damals schwenkten sie noch nicht ihr nagelneues i phone durch die Gegend was aber heute unwiederbringlich zum guten Ton gehört. Schon wenn du etwas beklommen dein 5 Jahre altes Android, das nur noch mit Hilfe einer Plastikverschalung zusammengehalten wird aus deiner auf einem Flohmarkt erstandenen Lederhandtasche fingerst, benimmst du dich wie ein kleines Mädchen was schüchtern ihr second Hand Kleidchen versucht mit ein paar Glitzersteinen aufzupeppen. Du sagst dir trotzig reicht doch, sieht doch schick aus. Von diesen Appel Menschen bekommst du ein mitleidiges Grinsen als seist du mit einem Rollator unterwegs, wärst blind und hättest gebrochene Finger.

Ach, Schwamm drüber. Damals konnte ich wenigstens noch Schulterfrei gehen.Diese Blusen, die ich lieber nur in bayrischen Trachten verblieben sähe haben es doch glatt in die Läden der Hauptstadt geschafft. Dabei sehen die meisten Frauen darin aus wie verirrte Pinups der 50 iger Jahre.

Meine Großmutter pflegte zu sagen: „Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Lass sie ziehen.“Meine Großmutter konnte Streit nicht ausstehen,wer laut wurde und sich leidenschaftlich für eine bestimmte Sache einsetzte und sei es in Sachen Mode,fiel in Ungnade.Meine Grossmutter hatte aus der Geschichte gelernt.Ich habe sie nie geschminkt gesehen und für gelegentlich auftretende Kopfschmerzen verwendete sie Nivea Creme statt Psychopharmaka.

Jetzt fragt mich doch die Bedienung mit einem katzenhaften Lächeln, als sei sie einem Manga -Komik entstiegen,ob ich noch etwas wünsche?!?

Ja, ich wünsche mir meinen Satyr aus meinem Traum zurück, er möge simsalabim hier ins Café galoppiert kommen und mich endlich aufwecken.